Das Brillenglas

Brillengläser sind ein Thema, welches sich nicht in wenigen Worten beschreiben lässt. Viele Dinge sind bei der Auswahl des richtigen Brillenglases zu beachten. Diese sind für jeden Träger individuell.

Generell unterscheidet man zwischen Kunststoff – und mineralischen Gläsern.

Der Unterschied liegt auf der Hand. Ein Kunststoffglas ist nur halb so schwer, wie das vergleichbare mineralische Glas. Dazu kommt, dass der UV-Schutz bei Kunststoffgläsern deutlich höher ist als bei mineralischen Gläsern. Leider gibt es bei den Kunststoffgläsern nicht nur Vorteile. Ein Kunststoffglas ist in der Oberfläche deutlich weicher und dadurch kratzempfindlicher! Allerdings kann man durch ein spezielles Verfahren Kunststoffgläser in der Oberfläche härten. Dadurch erhält ein Kunststoffglas nahezu die gleiche Oberflächenhärte wie ein mineralische Glas.

Die Reinigung

Zur Reinigung kann man sagen, dass ein Kunststoffglas vor dem Putzen immer unter fließendes Wasser gehalten werden sollte. Kunststoffe ziehen den Staub stärker an und diese sollten erst auf diese Weise entfernt werden. Wenn man dies nicht tut, wird der Staub in das Tuch gebracht und dieses wirkt dann wie ein feines Schmirgelpapier. Also würde man die Oberfläche verkratzen. Lesen Sie hierzu weiter.

Weiterhin sind Kunststoffgläser bruchfest! Daher sollten Brillen für Kinder und Behinderte immer mit Kunststoffgläsern verglast werden!

Das Kunststoffglas ist im Allgemeinen besser. Es ist zwar, im Vergleich zu einem mineralischen Glas etwas dicker, aber nur halb so schwer. Dazu kommt der nicht zu unterschätzende höhere UV-Schutz!

Entspiegelung

Zur Entspiegelung kann man sagen, dass ein nicht entspiegeltes Glas starke Restreflexe aufweist. Diese sind für den Träger sehr störend. Dazu kommt, dass ein entspiegeltes Glas mehr Sehinformationen zum Auge bringt und das Auge dadurch auf Dauer entspannter arbeiten kann. Bei der Auswahl der Entspiegelung ist die Frage, wie häufig sie die Brille nutzen und was Sie beruflich machen. Denn je höher die Entspiegelung ist, desto mehr sieht man auch den Schmutz. Wenn Sie also z.B. als Koch arbeiten würden, ist eine volle Entspiegelung sicher nicht sehr sinnvoll, wenn Sie hingegen viel am PC sitzen oder viel im Straßenverkehr unterwegs sind, sollten Sie auf jeden Fall eine volle Entspiegelung auftragen lassen. Lesen Sie hierzu weiter.

Abbildung links zeigt ein nicht entspiegeltes Glas. Abbildung rechts zeigt ein entspiegeltes Glas.

So sind viele verschiedene Punkte bei der Art der Entspiegelung zu berücksichtigen und es gilt wie immer: Es ist absolut individuell zu beraten!

Tönung

Die Tönung ist das nächste Thema. Eine Tönung ist teilweise sinnvoll und teilweise unsinnig. Eine Tönung kann zum einen dazu dienen, eine Lichtempfindlichkeit in den Griff zu bekommen. Oft dient eine Tönung nur der „Verschönerung“.

Es sollte aber immer geklärt werden, ob die Tönung noch uneingeschränkt für den Straßenverkehr zugelassen ist!

Eine Filtertönung (ca. 10-12%) dient zum einen der kosmetischen Verschönerung, zum andern kann sie Kontrast steigern! Sie wird aber auch etwas die Wahrnehmung der Farben verfälschen! Also kommt es hier auch wieder darauf an, ob Sie dies in Kauf nehmen oder nicht. Berufsgruppen, die viel mit Farben arbeiten, sollten hier sehr vorsichtig sein!

Ein anderes Thema sind die farbveränderlichen Gläser. Diese passen sich der Umgebung an. Sie reagieren aber nicht auf die Helligkeit, sondern viel mehr auf den UV-Anteil im Licht und auf die Temperatur. Ist der UV-Anteil sehr hoch, wird sich ein solches Glas stärker einfärben, als wenn der UV-Anteil niedrig ist. Dazu kommt die Temperatur. Je kälter es ist, umso dunkler kann dieses Glas werden. Die besten Bedingungen sind also auf einem Gletscher.

Einige Einschränkungen muss man jedoch bei diesen Gläsern in Kauf nehmen. Sitzt man hinter einer Scheibe wird sich das Glas nie voll eindunkeln, da der UV-Anteil in jedem Glas reduziert wird. Dies ist z.B. im Auto der Fall. Wenn Sie aus einem Auto aussteigen, wird das Glas noch einmal nachdunkeln.

Nachteil:

Wichtig ist aber bei diesen Gläsern, dass die Augen lichtempfindlicher werden können. Normal ist die Pupille der Regulator für den Lichteinfall. Ist es hell, wird sie klein und ist es dunkel, wird sie sich öffnen. Nutzen Sie ein Glas dieser Art, wird die Regulierung in erster Linie von dem Glas übernommen. Die Pupille muss zwar auch noch arbeiten, aber nicht mehr in dem Maße. Tragen Sie lieber eine normale Brille ohne selbsttönenden Effekt und legen Sie sich eine separate Sonnenbrille zu!

Als Zweitbrille ist nichts gegen diese Art der Brille zu sagen, aber für das ständige Tragen ist dieses Glas nur selten zu empfehlen. Dies trifft dann zu, wenn Sie schon lichtempfindlich sind.

Diese Gläser reagieren mittlerweile sehr schnell auf Umgebungsveränderungen, das bedeutet sie werden sehr schnell hell, aber auch sehr schnell dunkel.

Unterschiede zwischen Bifokalgläsern und Gleitsichtgläsern

Gleitsichtgläser sind die derzeit gängigsten Mehrstärkengläser. Sie bieten eine optische Stärke in der Ferne und Nähe, aber auch für die Zwischenbereiche ist eine Optik verfügbar. Die Gläser sind mittlerweile besser als ihr Ruf. Oft haben Kunden Angst, auf diese Gläser umzusteigen, weil sie Angst vor Unverträglichkeiten haben. Diese Gläser sind heute sehr gut entwickelt und Unverträglichkeiten kann es immer geben, nicht nur hier. Die Chance, dass Sie mit Gleitsichtgläsern nicht klar kommen ist sehr gering. Eine Eingewöhnung liegt durchschnittlich bei 2-3 Wochen. Dadurch, dass die Gläser leichte Randverzerrungen im unteren seitlichen Bereich aufweisen, sollte man die erste Zeit etwas vorsichtiger sein.

Die Empfehlung: Tragen Sie die Brille die ersten Tage nur Zuhause und erst nach ein paar Tagen versuchen Sie damit im Straßenverkehr klar zu kommen. Nach etwa einer Woche sollten Sie aber alle Arbeiten mit der Brille erledigen können.

Natürlich ist es schwer, sich daran zu gewöhnen, wenn Sie vorher eine Bifokalbrille getragen haben oder die Differenz zwischen der Fern- und Nahstärke bei der ersten Gleitsichtbrille schon sehr hoch ist. Hier gilt: früh übt sich!!

Hinzu kommt, dass die meisten Hersteller eine Verträglichkeitsgarantie anbieten. Diese ist beim Kauf der Gläser automatisch dabei und bietet Ihnen die Möglichkeit, risikolos zu testen, ob sie damit klar kommen. Wenn sich Probleme einstellen, können Sie in der Regel wahlweise wechseln auf Bifokalgläser oder ein Paar Gläser für eine Fernbrille und ein Paar Gläser für eine Nahbrille.

Prüfen Sie, ob Ihnen diese Möglichkeit geboten wird!!

 Standard Gleitsichtglas 

Komfort Gleitsichtglas 

Premium Gleitsichtglas 

Bifokalgläser sind der ältere Mehrstärkenglastyp. Hier haben Sie eine Stärke für die Fernsicht und in einem eingebauten, sichtbaren Segment haben Sie eine Stärke für die Nähe. Mittlere Bereiche sind allerdings unscharf. Dies liegt daran, dass die Fernstärke nicht stark genug ist und die Nahstärke ist bereits zu stark. Menschen, die schon lange Jahre diese Gläser nutzen, sollte man nicht mehr mit aller Gewalt umstellen. Es sei denn, die Motivation ist groß!

 

Für Einsteiger ist das Gleitsichtglas aber sinnvoller, da sie sich mit dem Glas der Gegenwart und Zukunft beschäftigen sollten. Leider sind diese Gläser meist etwas höher im Preis, aber es lohnt sich! Denn sie haben hier mindesten 3 Brillen in einer!

Aber bedenken Sie stets, es ist immer eine Kompromisslösung! Egal ob Sie sich für zwei getrennte Brille entscheiden, für eine Gleitsicht- oder Bifokalbrille.

Bei uns erhalten Sie auf alle Produkte eine 6 monatige Verträglichkeitsgarantie! Sollten Sie mit der Glaswahl unzufrieden sein, tauschen wir es gerne um!

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